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Chile | Santiago de Chile
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Johanna W. absolvierte mit uns ein Praktikum in Santiago de Chile:
"Mein Aufenthalt in Chile war eine unersetzbare Erfahrung. Die Kultur, Geschichte und Gesellschaft des mir voher mehr oder weniger fremden Landes vor Ort zu entdecken, hat mich am stärksten gepraegt. Durch das Zusammenleben und arbeiten mit Chilenen habe ich enge Freundschaften geknüpft."
Weitere Erfahrungsberichte aus Chile
Stadtinfos Santiago de Chile:
Verkehrt und vertraut. Dieses Gefühl stellt sich unweigerlich ein, wenn man sich nach 16 Stunden Flug auf die Plaza de Armas, den Hauptplatz von Santiago de Chile, setzt und den Blick kreisen lässt. Verkehrt ist schon die Jahreszeit hier auf der Südhalbkugel. Vielleicht bist Du ja im deutschen Nieselherbst zu Deinem Praktikum nach Chile abgeflogen und findest Dich nun im strahlenden Frühling wieder.
Die Sonne steht zu Mittag zwar im Norden, aber sie wärmt zuverlässig.
Vertraut
europäisch scheint die Szenerie: hier spanisch anmutende Arkaden, dort ein
herausgeputztes Palais, an der Ecke ein moderner Spiegelglasturm neben der
neoklassizistischen
Kathedrale. Vertraut auch die Gesichter der Menschen: typische Latinos? Fehlanzeige!
Sie scheinen sich nicht von denen in Frankfurt, Rom oder London zu unterscheiden: gehetzte Yuppies in Designer-Anzügen, kichernde Schulmädchen in Uniform, fossile Bürohengste in grauer Kluft, selbstbewusste Managerinnen mit Handy am Ohr. Auf der Plaza sitzt man im Auge des Hurricans: Während ringsum die Hektik der Millionenstadt regiert, verfallen die Menschen hier in den Schlenderschritt, schauen den Schachspielern über die Schulter oder lauschen einem Streichquartett. Als verkehrt erweist sich das Klischeebild der chaotischen lateinamerikanischen Metropole, ruhig und zivilisiert geht es hier zu: Kein Taxifahrer hupt einem hinterher, höchstens ein Straßenverkäufer versucht es mit seinem Billigschmuck bei Dir. Keine Spur von dem extrovertierten Temperament, das etwa die Argentinier auszeichnet. Und doch kommt man schnell ins Gespräch mit dem Banknachbarn, der die Zeitung liest, oder dem Verkäufer, der sich als Deutschstudent entpuppt, und plötzlich ist alles ganz anders.
Die Chilenen sind unaufdringlich, aber
neugierig und ernsthaft
interessiert an dem Besucher aus Europa. Woher, wohin, ¿Te gusta
Chile? (Gefällt
dir Chile?) sind stets die ersten Fragen. Und dann stellt sich heraus, dass
der Schwager einer Tante mal in Deutschland gelebt hat genau wie Du, und
im Nu bist
Du ein amigo und am Sonntag nach Deinem Praktikum zum
Grillen eingeladen. In
den
Genuss
der
herzlichen
Gastfreundschaft der Chilenen wirst Du auf Deiner Reise, bei Deinem Sprachkurs
oder bei Deinem Praktikum noch
oft
kommen.













